Abgehakt: Death Note (Manga)

Achtung: Death Note Manga Spoiler - wahrscheinlich bin Ich der letzte Mensch aus meiner Generation der erst jetzt den Manga zu Ende gelesen hat - aber man weiß nie...

Manchmal betrachte Ich diesen Blog lediglich als Möglichkeit aufzulisten, welche Medien Ich mir zu Gemüte führe, wenn Ich nicht sinnlos durch twitter, tumblr oder instagram scrolle.
Seit letztem Jahr hat mich noch mal die Leidenschaft für Mangas gepackt und so einige Titel haben sich mittlerweile angesammelt, die nur darauf warten von mir gelesen zu werden und ein paar wenige habe Ich tatsächlich aufgeschlagen, vor meine Augen gehalten und in meinem grauen Matschklotz verarbeitet.

Schön anzusehen ist die Black Edition allemal!

Am 01.05. diesen Jahres habe Ich tatsächlich Death Note ausgelesen. Habe ihn 2017 in der amerikanischen Black Edition auf ebay für 63 Euro ersteigert, alle Bände. Jetzt fehlt mir tatsächlich nur noch der 13. Band, der einige Fragen beantwortet und Anfang des Jahres kam wohl noch ein Einzelband nachträglich raus. Mein Interesse gegenüber diesen beiden Zusätzen ist aber sehr gering, der Hauptmanga hat mir echt an manchen Stellen die Lust am Lesen verdorben.

Ihren Namen verdankt sie vor allem den schwarzen Schnitten. Hier sieht man auch deutlich, dass die Bindung glänzend schwarz sind.

Es könnte unter anderem daran liegen, dass es keine Figuren gab die mir gefallen haben - abgesehen von den beiden Todesgöttern Ryuk und Rem. Light ist ziemlich langweilig, L ist immerhin etwas unterhaltsamer, Near und Mello dagegen ein totaler Reinfall. Diese Idee nach Ls Tod diese zwei Bubis als Gegenspieler einzusetzen, die im Prinzip Ls Persönlichkeit in gespaltener Form zeigen fand Ich ein bisschen lahm. Einer der die ganze Zeit Schokolade in sich rein stopft (und dadurch seine Identität verrät) und der andere, der die ganze Zeit Spielzeug in der Hand hat. Vielleicht ist das auch nur der Neid, der aus mir raus spricht - denn Ich stopfe auch den ganzen nur Schokolade in meinen Leib und habe immer mein Smartphone in der Hand, bin aber nicht so ein Lauch, kein Supergenie und habe nicht die finanziellen Mittel wie die Jungs.

Die sehen im Regal wunderbar aus

Zu Beginn gibt es noch viele wunderbar
ausgearbeitete Momente ohne Textblasen
die einen erschlagen...

Irgendwann wird der Manga fast schon lästig zu lesen, das Text-zu-Bild-Verhältnis stellt sich auf den Kopf, so ist es schwer den Zeichnungen der ersten zwei Bände gerecht zu werden, wenn man neben einer riesigen Sprechblase noch einen Kopf quetschen muss. Mir ist natürlich klar, dass in einem Manga wie Death Note keine Shojo-Portraits mit Blümchen am Bildrand alle 40 Seiten zu sehen ist aber es ist doch sehr ermüdend, wenn eine Figur wie Near einen dreiseitigen Monolog hält und die Geschichte nicht voran kommt. Dafür wird man in den letzten drei Kapiteln mit der Ausgestaltung der Zeichnungen belohnt. Es ist ein Fest für die Augen, das grande finale - was allerdings abzusehen ist. Eine Welt in der Kira regiert wäre ziemlich langweilig und irgendwie eine Art Happy End, das würde überhaupt nicht passen. Das Hinzufügen von Teru Mikami, Kiras fleißigster Handlanger, war eine gute Sache, in erster Linie weil der so gut aussieht und schön betont, dass selbst intelligente Leute manchmal dem Fanatismus erliegen, wenn er sich mit der eigenen Moralvorstellung überschneidet.



Aber besonders gelungen ist Ryuk; klar schwingt da jetzt eine Menge Sympathie mit, zu Beginn ist er der Comedic Relief, der apfelmampfende Shinigami der Langeweile nicht ausstehen kann. Ich finde er hat seinen Charme nach all den Jahren bewahrt und hält sich an seine Abmachung, wobei er in der zweiten Hälfte des Mangas sehr nebensächlich wird und teilweise fast gar nicht mehr vorkommt. Dazu muss Ich auch noch anmerken, dass die Darstellung der unterschiedlichen Todesgötter für mich immer einen großen Pluspunkt ausgemacht hat, weil es keine coolen Typen oder Mädels in schwarzen Umhängen sind, mit Sense bewaffnet und extra düsterer Stimmung. Ryuk, Rem und Sidoh sind zwar noch sehr menschlich aussehend aber man sieht kurz im Nichts auch andere Shinigami die deutlich unmenschlicher sind und das finde Ich sehr schön.
Ich bin mir zur Zeit sehr unsicher, ob Ich den Anime weiter verfolgen werde. Als er 2006 lief habe Ich ihn echt gespannt verfolgt - bis zu dem Punkt an dem der FBI Agent Ray Penber stirbt und seine Verlobte auf eigene Faust den Fall unter die Lupe nimmt. Letztes Jahr habe Ich ihn nochmal angefangen zu schauen, weil er auf Netflix mit deutscher Synchro verfügbar ist. Ob die Tatsache, dass Kim Hasper die Hauptrolle spricht mich so sehr irritiert, oder einfach keine der Figuren mir zuspricht, daran Schuld trägt, dass Ich wieder aufgehört habe... (Nichts gegen Kim Hasper an dieser Stelle, ein hervorragender Synchronsprecher - aber vielleicht nicht die richtige Wahl für Light)

Leider sieht man auf dem matten Einschlag Fettfingerabdrücke 

Letztendlich als Fazit kann Ich sagen: Ich bin froh, dass Ich ihn endlich durchgelesen habe. Rein visuell betrachtet ist Death Note ein unglaubliches Stück. Die sehr sauberen Darstellungen von Umgebungen, Gegenständen und menschlichen Figuren steht gelungen im Kontrast zu den Shinigami und dem Nichts. Die ganzen hypothetischen Annahmen und deren seitenlange Ausführungen haben leider viel ruiniert, aber für das filmreife Ende hat es sich gelohnt mich immer wieder dazu zu bringen eins der schwarzen Büchlein in die Hand zu nehmen.

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